das Team der Schulsozialarbeit von Jugend Aktiv mit Fachbereichsleitung

Sozialpädagogen im Dauereinsatz an den Schulen. Das hätte sich vor 25 Jahren noch niemand träumen lassen. Doch mittlerweile ist die Schulsozialarbeit ein fester Bestandteil der Schullandschaft in und um Biberach.
Im Jahr 2002 gab der Biberacher Gemeinderat den Startschuss für die Einrichtung von Schulsozialarbeit an der Pflug- sowie an der Malischule und beauftragte Jugend Aktiv e.V. mit der Trägerschaft. Waren damals Schulen mit „besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung“ im Fokus, ist die Schulsozialarbeit mittlerweile an fast allen städtischen Schulen angekommen. In Biberach arbeiten derzeit 10 SchulsozialarbeiterInnen an zehn Schulen unter der Trägerschaft von Jugend Aktiv e.V.. Auch in Schemmerhofen, Warthausen, Ummendorf und Mittelbiberach sind MitarbeiterInnen von Jugend Aktiv e.V. im Einsatz.
Doch wo findet Schulsozialarbeit an den Schulen ihren Platz? Anzutreffen sind die Mitarbeiter auf den Pausenhöfen, in den Turnhallen, in den Lehrerzimmern, in Klassenzimmern und auch bei der Schulleitung. Überall dort wo es gilt den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulen mit sozialpädagogischer Fachlichkeit bestmöglich zu unterstützen. Dazu ist es notwendig in der Schule sichtbar zu sein, Kontaktflächen anzubieten, damit ein niederschwelliger Zugang zu den Angeboten für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen gewährleistet ist. Natürlich haben die MitarbeiterInnen an den Schulen auch ein eigenes Büro. Das ist sehr wichtig, denn hier können – sozusagen auf „neutralem Boden“ – Konflikte geschlichtet, Probleme aus einem neuen Blickwinkel betrachtet und gute Lösungen selbst für festgefahren scheinende Situationen gefunden werden.
Die Beratungsanlässe sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst. Konflikte unter SchülerInnen, Erziehungsschwierigkeiten von Eltern, psychische Erkrankungen, Probleme im Sozialverhalten, Suchtmittelkonsum, Gewalt, selbstverletzendes Verhalten, Überforderung… . Um gute Ergebnisse in den Beratungsprozessen zu erzielen ist es notwendig diese in einem geschützten Rahmen stattfinden zu lassen, der die notwendige Vertraulichkeit gewährleistet und es trotzdem erlaubt alle, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen können, in den Prozess einzubinden! Dabei kommt der Schulsozialarbeit oftmals die Aufgabe zu, zwischen unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen zu vermitteln, damit gute Schritte hin zu einer Verbesserung der Situation gegangen werden können.
Doch die Bearbeitung individueller Problemlagen ist nur ein Teil des Berufsalltags von Schulsozialarbeiter Im Bereich der Prävention finden zahlreiche Projekte mit unterschiedlicher thematischer Ausrichtung statt. Dabei wird versucht die Angebote in Kooperation mit der Schule möglichst sinnvoll zu platzieren. So können beispielsweise Erstklässlern Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung sehr hilfreich sein. Ebenso wie Konflikttrainings, Mobbingprävention, medienpädagogische Angebote, Suchtprävention oder erlebnispädagogische sowie naturpädagogische Projekte für die entsprechenden Klassenstufen. Die Liste der Präventionsprojekte ließe sich noch lange fortführen.
Jugend Aktiv e.V. als Anstellungsträger sichert die Arbeit der SchulsozialarbeiterInnen in fachlicher Hinsicht ab. Dazu gehören mitunter regelmäßige Gespräche mit den Schulleitungen, Organisation des kollegialen Austauschs, Entwicklung von Konzeptionen, Austausch mit dem Schulträger. Diese Arbeit im Hintergrund soll die MitarbeiterInnen darin unterstützen, angesichts von schulpolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen immer wieder den „ genau richtigen Platz“ an der Schule zu finden. Der Platz, an dem sozialpädagogische Profession zum Wohle der SchülerInnen sowie der Schulgemeinschaft wirksam werden kann.
Rückfragen gerne an Verfasser und Fachbereichsleiter Uli Ackermann

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